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Grenzenløs Daag 2021

Das zweite Mal in Folge waren wir beim grenzenløs Daag dabei. Auch dieses Jahr hatten wir wieder einen tollen Crew-Tag, haben zusammen mit anderen Unternehmen Müll in Flensburg gesammelt, dabei gute Gespräche geführt und spannende Funde gemacht.
17.09.2021
Bene Clauß
Bene Clauß
Projektmanager
Grenzenløs Daag 2021

Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal am grenzenløs Daag teilgenommen und beim ehrenamtlichen Müllsammeln so viel Spaß gehabt, dass uns direkt klar war, dass wir auch dieses Jahr wieder dabei sein wollen!

Die Idee dahinter

“Die Idee vom grenzenløs Daag ist ganz einfach! Unternehmen aus der deutsch-dänischen Grenzregion stellen ihre Mitarbeitenden für einen Tag frei, damit diese sich in gemeinnützigen Projekten engagieren und somit die Region unterstützen.

Durch einen grenzüberschreitenden Ehrenamtstag soll das Engagement von Unternehmen und ihren Mitarbeitenden gefördert und sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, einen aktiven Beitrag zum Aufbau von Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen in der deutsch-dänischen Grenzregion zu leisten.”

Eine super Initiative also, die wir sehr gerne unterstützen!

Neben dem gemeinnützigen Engagement freuen wir uns vorallem über die Chance, den Tag als Team-Event zu nutzen und alle einmal reell statt täglich virtuell zu versammeln. Durch Corona und Homeoffice sieht man sich in großer Runde einfach nicht mehr so häufig wie früher und auch unsere beiden Praktikant:innen Ellen und Mats kennen noch nicht die ganze Crew. Umso wichtiger und schöner, sich mal wieder persönlich zu treffen.

Vom Bahnhofspark zum Harniskai

Nachdem im vergangenen Jahr noch vier gemeinnützige Projekte zur Auswahl standen, ist der grenzenløs Daag erfreulicherweise so stark gewachsen, dass dieses Jahr schon sieben verschiedene Projekte auf die Beine gestellt wurden.

Wie eingangs bereits erwähnt, hatten wir an der letztjährigen Müllsammelaktion viel Freude, sodass wir uns auch in diesem Jahr wieder für das Projekt entschieden haben. Am Freitag, den 10.09.2021 ging es also los:

  • Treffpunkt: 10:00 Uhr am Flensburger Bahnhof im Carlisle-Park
  • Ziel: Harniskaispitze
  • Ausrüstung: Handschuhe, Müllsäcke, Greifzange

Gemeinsam mit der Organisatorin Frauke, den Jungs von Von Dorsch und den Mädels von MaSoJa machten wir uns auf unsere Müllbeutel zu füllen. Die diesjährige Route führte uns vom Carlisle-Park zur Hafenspitze und von dort am Wasser entlang bis zur Harniskaispitze.

Unsere Tour begann mit einer positiven Überraschung, denn der Bahnhofspark war deutlich weniger dreckig, als wir es erwartet hätten. Rings um sämtliche Parkbänke war der Boden jedoch übersät mit Zigarettenstummeln. Ein Problem, dass uns im letzten Jahr schon bestürzt hat - überall auf der gesamten Strecke Zigarettenstummel ohne Ende! Anscheinend landen in Deutschland täglich ca. 17 LKW-Ladungen Zigarettenstummel auf dem Boden.

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Die Bahnhofstraße runter ging es weiter Richtung Deutsches Haus und auch hier wirkten die Gehwege auf den ersten Blick noch recht ordentlich. Ein Eindruck, der sich beim Blick ins Gebüsch neben den Wegen leider sofort wieder in Luft auflöste.

Schnell waren neben unzähligen Flaschen auch die ersten kuriosen Funde dabei, wie z.B. eine Zahnbürste oder ein erstaunlich gut erhaltener Adidas Spezial. Leider fanden wir auch viele Dinge, die auf eine ausgeprägte Drogenszene rund um den Bahnhofsbereich schließen lassen.

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Von der Hafenspitze am Wasser entlang versteckte sich der Müll teilweise hartnäckig zwischen den Ufersteinen, doch unser Suchtrupp war sehr aufmerksam und zielstrebig. Dafür wurden wir neben jeder Menge normalem Müll mit weiteren wilden Entdeckungen “belohnt”. Zu den Highlights gehörten unter anderem eine Brille mit Gläsern, eine Kräutermühle für Spezialkräuter, ein BH, eine Tupperdose mit Couscous-Salat (Dose und Salat waren beide nicht mehr zu gebrauchen), eine zweite Brille ohne Gläser und natürlich ein Schlüppi.

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Nach relativ exakt drei Stunden und knapp drei Kilometern Route waren wir an unserem Ziel, der Harniskaispitze, angekommen. Dort wartete bereits das TBZ (Technisches Betriebszentrum Flensburg), um den gesammelten Müll entgegenzunehmen und zu entsorgen.

Nachdem wir im letzten Jahr schätzungsweise etwa eine Badewanne voll Müll gesammelt haben, sind es in diesem Jahr eher zwei Badewannen Müll geworden.

Fischbrötchen und Bionade zur Belohnung

Wir sind froh den Bereich entlang unserer Route von so viel Müll befreit zu haben, aber auch traurig zu sehen, wie achtlos mit unserer Stadt, den Grünanlagen und Wegen umgegangen wird. Vorallem ist es einfach unbegreiflich, warum man seinen Dreck einfach so ins Gebüsch oder auf die Straße schleudert, statt in den nächsten Mülleimer zu werfen - der in den allermeisten Fällen keine hundert Meter weit entfernt steht.

Verursacht ist der Müll in Sekundenbruchteilen, ihn wieder aufzusammeln ist eine mühselige Fitzelaufgabe. Nichtsdestotrotz macht die Arbeit in der Gemeinschaft irgendwie Spaß. Vermutlich auch oder gerade deswegen, weil die Leute eben nicht nur Taschentücher, Zigarettenstummel und Flaschen “verlieren”, sondern auch BH´s, Tupperdosen (möge der Verlierer zuhause nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen sein!) und allerlei andere Dinge, die für wilde Spekulationen und Gesprächsstoff sorgen.

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Als Dank für unsere Unterstützung spendierte Organisatorin Frauke jeder/jedem noch eine erfrischende Bionade. Vielen Dank dafür und auch an Dich Frauke für die tolle Organisation im Vorfeld! Auf dem Rückweg Richtung Bahnhof gönnte sich unsere Crew zum Abschluss ein Fischbrötchen an der Hafenspitze und wir genossen das Wetter, dass den ganzen Tag über deutlich besser und vorallem trockener war, als vorhergesagt.

Wie bereits im Vorjahr hatten wir einen super Tag und haben uns gerne für eine gute Sache eingesetzt. Wir konnten nicht nur Flensburg ein bisschen sauberer machen, sondern hatten auch ein schönes Crew-Event mit spannenden und sehr amüsanten Gesprächen ganz abseits der sonst üblichen Arbeitsthemen, die beim Müllsammeln entstanden sind. In Zeiten von überwiegendem Homeoffice sind solche Crew-Tage essenziell, um das Miteinander zu bewahren und zu stärken, denn so produktiv sich remote auch arbeiten lässt, gemeinsam Schnacken und Lachen ist einfach unersetzlich. Nächstes Jahr sind wir definitiv wieder dabei!

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