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Weihnachtsfeier per Videokonferenz

Ohne Weihnachtsfeier, ohne uns! Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, also musste natürlich auch eine Weihnachtsfeier her. Logischerweise ohne persönlichen Kontakt, zum Glück aber nicht ohne auch nur ein Prozent weniger Spaß.
21.12.2020
Bene Clauß
Bene Clauß
Projektmanager
Weihnachtsfeier per Videokonferenz

Ein Jahr voller Homeoffice und Videokonferenzen geht langsam aber sicher vorbei. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen bestand unser Kontakt in diesem besonderen Jahr seit März fast ausschließlich aus Videomeetings und maximal einer handvoll Treffen. Kein persönliches montägliches Crew-Breakfast, kein Crew-Meeting, keine Konferenzen, keine Barcamps, keine Teamausflüge. Aber keine Weihnachtsfeier? Ne, soweit wollten wir es dann doch nicht kommen lassen!

Seit es uns gibt arbeiten wir im Homeoffice und mit Videomeetings, also müsste man unter diesen Umständen doch auch eine anständige Weihnachtsfeier organisieren können oder? Gesagt, getan!

Als der Tagesordnungspunkt Weihnachtsfeier 2020 im Crew-Meeting eröffnet wurde machten zunächst alle lange Gesichter. Nachdem wir im letzten Jahr noch alle gemeinsam im St. Knudsborg fürstlich gespeist und gekegelt hatten, war die Messlatte schon ziemlich hoch, was uns allerdings eher anspornte noch einen Draufzulegen. Nach kurzem Brainstorming kam dann eine Idee nach der anderen und nach nicht einmal 20 Minuten hatten wir verantwortliche Teams für´s Essen, Trinken, Spiele und - na klar - auch für´s Wichteln.

Wenige Tage später wurden volldigital die Wichtel-Lose gezogen. So digital und anonym, dass nicht einmal die Wichtelfee selbst wusste, wer denn nun wen beschenken durfte. Am Tag darauf trafen die bestellten Getränke im Büro ein und wurden dank ausgeklügelter Routenplanung ohne großen Aufwand an alle weiterverteilt. Um es möglichst simpel zu halten und vor allem um die unterschiedlichen Geschmäcker aller zufriedenzustellen entschied sich die Essens-Crew für selbstgemachte Pizza, für die sich jeder seine Lieblingszutaten besorgen sollte.

Am Tag unserer ersten virtuellen Weihnachtssause lagen viel Spannung und auch ein klein wenig Skepsis in der Luft. Wird das wirklich cool?

Als es dann endlich los ging präsentierten manche stolz ihren Weihnachtspulli, andere ihre Küchenschürzen und wieder andere machten sich erstmal ein Bier auf. Eifrig wurden Pizzateige ausgerollt und teilweise mit bestaunenswerter Akribie und Leidenschaft belegt. Wie durch ein Wunder waren die Pizzen so zeitgleich fertig, dass wir fast alle gemeinsam essen und anstoßen konnten. Lediglich die Kandidaten mit den knusprigsten Pizzen mussten sich aufgrund der viel viel zu lauten Krrck-Geräusche beim Abbeißen stumm schalten.

weihnachtsfeier2020_1

Satt gegessen gab das Getränke-Team eine kurze Einführung in das folgende Bier-Tasting. Das der Fachmann Bier anhand der Kategorien Schaum, Farbe, Geruch, Antrunk, Körper und Nachtrunk beurteilt war nur wenigen bekannt und so sorgte schon die Enthüllung der jeweils zugehörigen Vokabeln für jede Menge Spaß und Stirnrunzeln wie ein Bier denn so schmecken, bzw. besser nicht schmecken sollte. Mit jede Menge Wasser-Trinkpausen tasteten wir uns von Bier zu Bier. Besonders lustig waren dabei die unterschiedlichen Geschmäcker und Benotungen. Was für den einen ganz klar tropisch fruchtig schmeckte, empfand der andere als karamellig gemüsig oder sogar käsig muffig. Eifrig wurden die einzelnen Kategorien diskutiert und als jemandem einfiel, noch irgendwo ein Bier-Quiz in der Schublade zu haben waren wir vollends in die Welt der Bierkunst abgetaucht.

Parallel dazu wurden nach jeder richtig beantworteten Quizfrage reihum die Wichtelgeschenke ausgepackt. Von lustig bis nützlich war alles dabei und die Spekulationen wer wem was aus welchen Gründen geschenkt haben könnte reißen bis heute nicht ab.

Die Spiele-Crew landete mit ihrer Auswahl einen echten Volltreffer und eine grandiose Alternative zum Kegeln im vergangenen Jahr. Online-Montagsmaler: simpel und dennoch so lustig, dass es vor lauter Spaß und schallendem Gelächter fast alle im Laufe der Partie von den Stühlen riß. Die Zeichenkünste reichten von hochgradig brilliant bis ernsthaft besorgniserregend und auch die Rateskills waren dabei nicht weniger unterschiedlich ausgeprägt. Einfach unerklärlich, wie einige bereits nach drei Strichen die Lösung erkennen, während andere selbst bei einem glasklar gezeichneten Kinderwagen immer noch darauf bestehen, dass es von den Proportionen her nur ein Dinosaurier auf dem Fahrrad sein kann.

Vermutlich gehört diese Partie Online-Montagsmaler zu den lustigsten Stunden in der Sourceboat-Geschichte und wir sind froh, dass sich beim Lachen niemand ernsthaft verletzt hat.

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Generell war unsere Online-Weihnachtsfeier ein mehr als würdiger Ersatz für ein persönliches Treffen und definitiv deutlich spaßiger und vorallem viel gemeinschaftlicher, als wir es uns im Voraus vorgestellt hatten.

Nichtsdestotrotz hoffen und wünschen wir uns, dass es im nächsten Jahr wieder andere Möglichkeiten gibt und wir uns wieder öfter persönlich sehen können. Falls nicht sind wir zumindest was das betrifft völlig unbesorgt und bestens gerüstet für eine zweite Runde Weihnachtsfeier per Videokonferenz.

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